Die wilden Affen im Kopf/Monkey Mind oder glaub nicht alles was du denkst 😊😊😊

Sinn dieses Artikels ist eine kurze Erklärung was damit gemeint ist und welche individuellen Lösungswege es gibt. Wie immer ist mir der wissenschaftliche Ansatz wichtig, also welche Bewältigungsstrategien es gibt, die auch wirklich funktionieren (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Tiefergehende Infos findest Du z.B. bei der unten genannten Literatur.

Und wie immer: wenn Du nicht weiterweißt, dann hole Dir bitte sofort professionelle Hilfe. Sich Hilfe zu holen bei Schwierigkeiten, mit denen Du allein nicht klarkommst, ist ein Zeichen von innerer Stärke bzw. Resilienz. Du akzeptierst Deine aktuelle Situation und machst Dich auf die Socken da wieder rauszukommen.

1.Was ist nun mit den wilden Affen/Monkey Mind gemeint?

Mit den wilden Affen ist gemeint, dass Dich vermeintlich unkontrollierbare Denkprozesse daran hindern einen klaren Gedanken zu fassen. In Kreativprozessen kann dies von Vorteil sein, wenn Du mit vielen Ideen überflutest wirst. Wenn die Affen sich allerdings mit allzu Negativem beschäftigen, dann wird es Zeit sie wieder zu beruhigen.

Im Negativen sind damit unzählige plagende Gedanken über Dinge, die Du noch nicht erledigt hast, erledigen willst oder in der Vergangenheit liegen hast lassen, gemeint.

Ebenso können Erinnerungen an Menschen oder Situationen, die Dir wehgetan haben, sowie Wut, Ärger oder Zorn auf Dich Selbst oder Andere dazu führen, dass die Affen in Deinem Denken toben und Deine Lebensqualität einschränken. Vorwiegend beginnt die Affenbande aktiv zu werden, wenn Du zur Ruhe kommst und nicht mehr durch eine Beschäftigung abgelenkt bist. Du schläfst schlecht, Dein Herz rast, du siehst vermehrt nur noch die schlechten Seiten der Welt in Dir und um Dich herum. Ein negativer Kreislauf beginnt.

Stell dir vor, Dein Kopf ist eine Höhle und dort drinnen wohnt gerade eine Herde wilder Affen. Die haben alle Taschenlampen und damit leuchten Sie mal auf das Problem mal auf ein anderes und das dauernd im Wechsel.

Whaaaaaaaaaaa, was macht das mit Dir?

Ich hatte in meinem 20ern oft damit zu tun. Und es raubte mir sehr viel Kraft. Ich wollte dies nicht hinnehmen und war auf der Suche nach einer für mich praktikablen Lösung.

Woher kommt diese Redewendung?

Der Begriff Monkey Mind stammt aus der buddhistischen Lehre und beschreibt die ruhelose Tätigkeit unseres scheinbar unkontrollierbaren Geistes. Doch mache Dir klar, dass die Natur unseres menschlichen Geistes evolutionsbedingt einfach so ist. Es liegt nun an Dir selbst wieder die Kontrolle über Deine Gedanken zu erlangen. Und wer schreibt Dir vor wie Du Situationen beurteilst, was Du denkst und was sich daraus entwickelt?

Lösungswege

Zuerst ohne Wertung die Situation einfach akzeptieren, so wie es gerade ist. Ganz wichtig ist, dieses Gedankenkarussell nicht mit Gewalt wegdrücken, sondern bewusst wahrnehmen. Nach dem Motto …aha ich denke gerade mal wieder …blablablabla….und dann sofort die Aufmerksamkeit auf etwas anders, Positives lenken. Du kannst auch bewusst etwas Negativem etwas bestimmtes Positives entgegenbringen. Nach dem Motto, wenn ich xy denke dann sage ich mir dies oder mache das.

Die Fähigkeit sich selbst zu beruhigen, runterfahren zu können, einfach mal nicht perfekt sein zu müssen und zu akzeptieren das Fehler zutiefst menschlich sind, ist entscheidend für einen gesunden Lebensrhythmus. Nimm Deinen Körper mit an Bord und probiere nachfolgend genannte Dinge aus. Welches Dir am meisten zusagt, praktiziere regelmäßig und regelmäßig heißt dann auch tgl. 😊 Du wirst mit innerer Ruhe, aus der eine ungeheure Kraft erwächst, belohnt.

Und klar lernt sich das nicht sofort von heute auf morgen. Überleg mal: wie hast du Laufen gelernt, Fahrradfahren oder Schreiben?

Achtsamkeitsübungen & Meditation:

Die aktuellen Forschungen der Neurobiologie beweisen was alte Meister schon vor 2000 Jahren wussten und praktizierten. Im Hier und Jetzt leben beruhigt den Geist und verändert, vertieft Deine Wahrnehmung. Verbunden mit dem Fokus auf positive Dinge füllst Du Dein Körpersystem mit einem Hormoncocktail, der Dich in gute Stimmung versetzt. Lese doch einfach den Blogbeitrag von mir über Meditationsapps.

Entspannungstechniken:

Qi Gong, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Yoga helfen Dir bewusst entspannen zu können. Dies erlernst Du am besten bei ausgebildeten Lehrern, ob online oder direkt.

Bewegung und Sport:

Bewegung am besten in der freien Natur, Fahrrad fahren, wandern, joggen, spazieren gehen, entweder allein oder gemeinsam- äh, ich glaub dazu muss ich nix mehr sagen 😊

Summen, Singen, Chanten: 

Mit Deiner Stimme zur inneren Ruhe kommen. Wertfreies Singen kann man auch sehr gut allein tun. Auf YouTube gibt es eine Menge davon zu entdecken.

Komme in den Flow:

Ein Flowzustand entsteht, wenn du voll und ganz in einer Sache aufgehst, die Zeit vergeht und du merkst es nicht einmal. Du bist voller Konzentration bei dem was Du tust. Dazu eignen sich u.a. die Dinge, die oben genannt wurden, aber auch Bügeln, Musizieren, Abspülen, Stricken, klettern, Schachspielen, Lesen, Kochen usw. Wichtig ist, dass die Anforderungen an die Tätigkeit genauso hoch wie Deine Fähigkeiten sind. Wenn nicht, dann entsteht kein Flow, sondern Über- oder Unterforderung.

 

Happy Qi und alles Liebe für Dich

Sabine

 

Literaturliste:

Rick Hanson: Just one thing

John Kabbat Zinn: Gesund durch Meditation & Die MBSR Yoga Übungen

Gayaka P. Backheuer und Claudia P. Gütinger: Gesund und vital mit Do in

Jonathan & Andi Goldmann: Heilsames Summen, Klangmassage für Körper und Geist

Mihaly Csikzentmihaly: Flow – das Geheimnis des Glücks

 

„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal. “(Talmud)